Geschichte
Der Kornspeicher in Freiburg ist mit seinen ca. 225 Jahren eines der ältesten erhaltenen Gebäude des Flecken Freiburg. Er liegt am östlichen Ende der Ortswurt direkt am Hafenrand und stellte über Jahrhunderte ein wirtschaftliches Zentrum der Region dar.
Hier wurde Getreide zwischengelagert, der wichtigste Exportartikel der Landwirtschaft, um dann über den Seeweg in die norddeutschen Wirtschaftszentren weitertransportiert zu werden.
Hafen und Speicher waren immer neben Stätten des Handels auch Orte, an denen Kommunikation zwischen Fuhr-, See- und Kaufleuten sowie Landwirten stattfand.
Das Speichergebäude ist in der für Norddeutschland typischen Zweiständerbauweise errichtet. Die Wände wurden mit Ziegeln gemauert, die vermutlich in der Region gebrannt wurden.
Dieses Gebäude hat zur Zeit der Französischen Revolution gestanden, es hat die napoleonische Besatzung und anschließend Plünderungen durch die Kosaken miterlebt sowie mehrere verheerende Sturmfluten, Feuersbrünste und zwei Weltkriege überstanden.
Sein Zustand war nicht mehr der beste, aber es verfügt über eine gute Grundsubstanz, und das hat den Ausschlag gegeben, den Abbruch zu verhindern!